Fachtag zu (Rechts-)Extremismus in sozialen Medien
Rund 280 Schüler:innen aus vier Walsroder Schulen beschäftigten sich mit extremistischen Botschaften im Netz und entwickelten Strategien für einen verantwortungsvollen Umgang damit.
Wie verbreiten extremistische Gruppen ihre Botschaften über TikTok, Instagram und andere soziale Medien? Warum erreichen sie damit besonders junge Menschen? Und was können wir selbst tun, um Hass, Hetze und Diskriminierung entgegenzutreten?
Mit diesen Fragen beschäftigten sich rund 280 Schüler:innen der IGS Walsrode, der Felix-Nussbaum-Schule, des Gymnasiums Walsrode und der BBS Walsrode bei einem gemeinsamen Fachtag unter dem Motto „(Rechts-)Extremismus in den Sozialen Medien – Gemeinsam Haltung zeigen für Demokratie“.
Extremismus erkennen und verstehen
Nach der Begrüßung und thematischen Einführung durch Rüdiger Strack, Schulleiter der Felix-Nussbaum-Schule, übernahm die Medienpädagogin und freie Journalistin Lara Franke die Gestaltung der Veranstaltung.
Anschaulich und im direkten Austausch mit den Jugendlichen zeigte sie, wie extremistische Gruppen soziale Medien nutzen, um Aufmerksamkeit zu erzeugen, Meinungen zu beeinflussen und insbesondere junge Menschen für ihre Ideologien zu gewinnen.
Im Mittelpunkt standen dabei die Mechanismen sozialer Netzwerke: Wie beeinflussen Algorithmen unsere Wahrnehmung? Warum verbreiten sich emotionalisierende Inhalte besonders schnell? Und wie lassen sich manipulative Botschaften erkennen, die vermeintlich einfache Antworten auf komplexe gesellschaftliche Fragen liefern?
Nicht wegsehen, sondern handeln!
In anschließenden Gruppenarbeiten entwickelten die Schüler:innen eigene Ideen, wie sie extremistischen und diskriminierenden Inhalten begegnen können. Dabei wurde deutlich, dass jede und jeder Einzelne etwas bewirken kann.
Informationen kritisch hinterfragen, Falschinformationen richtigstellen, problematische Beiträge melden, Betroffene unterstützen und sich Hilfe holen – all das sind konkrete Möglichkeiten, um im digitalen Alltag Verantwortung zu übernehmen.
Auch die Frage, wie wir an unseren Schulen gemeinsam für demokratische Werte eintreten können, spielte eine wichtige Rolle. Die Jugendlichen betonten die Bedeutung von gegenseitigem Respekt, Zivilcourage, Gleichberechtigung und einem offenen Miteinander.
Wissen weitergeben – Demokratie gemeinsam stärken
Ein besonderes Ziel des Fachtages war es, die teilnehmenden Jugendlichen als Multiplikator:innen zu gewinnen. Sie sollen ihre Erkenntnisse und Erfahrungen in ihre Schulgemeinschaften tragen, damit möglichst viele Schüler:innen von der Veranstaltung profitieren.
Mit ihrer lebendigen und interaktiven Gestaltung gelang es Lara Franke, die Jugendlichen für das Thema zu sensibilisieren und wichtige Impulse für die weitere Auseinandersetzung im Schulalltag zu setzen.
Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll: Demokratie lebt vom Mitmachen, vom kritischen Hinterfragen und davon, füreinander einzustehen – online wie offline.
Gemeinsam organisiert und unterstützt
Organisiert wurde der Fachtag von den Schulsozialarbeitenden, weiteren Fachkräften und Schülervertretungen der beteiligten Schulen.
Die finanzielle Unterstützung erfolgte durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ im Heidekreis.
Wir freuen uns, dass unsere Schüler:innen Teil dieser schulübergreifenden Veranstaltung waren und gemeinsam mit Jugendlichen anderer Schulen ein wichtiges Zeichen für Demokratie, Vielfalt und ein respektvolles Miteinander setzen konnten.